Modul 3. Diversität, Chancengerechtigkeit und Inklusion strategisch verankern
Detaillierte Übersicht
Allgemeine Beschreibung der Einheit
Dieses Modul vertieft das Verständnis von Diversität, Chancengerechtigkeit und Inklusion, indem es individuelle Erfahrungen mit organisationalen Dynamiken und ihrer strategischen Bedeutung verknüpft. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie unterschiedliche Perspektiven, Hintergründe und Denkweisen Zusammenarbeit und Entscheidungsfindung beeinflussen und wie diese Unterschiede – abhängig vom Grad der Inklusion – die Wirksamkeit von Teams stärken oder einschränken können.
Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Unterschied zwischen Gleichheit und Chancengerechtigkeit. Dabei wird deutlich, dass strukturelle Bedingungen berücksichtigt werden müssen, die den Zugang zu Chancen und die Möglichkeiten zur Beteiligung prägen. Inklusion wird als organisationale Voraussetzung verstanden, die echte Mitwirkung ermöglicht und eng mit psychologischer Sicherheit sowie der Qualität der Interaktionen innerhalb von Teams verbunden ist.
Zielgruppe
Das Programm richtet sich an Manager*innen, Teamleitungen, HR-Fachkräfte, Mitarbeitende und weitere Fachkräfte in organisationalen Arbeitskontexten.
Zentrale Lernziele
Das Modul vermittelt ein fundiertes Verständnis der DEI-Konzepte und ihrer strategischen Relevanz und unterstützt die Teilnehmenden dabei, inklusive Praktiken in Teams und Organisationen anzuwenden.
Konkrete Lernergebnisse:
- Wissen: Zentrale DEI-Konzepte erklären, zwischen Gleichheit und Chancengerechtigkeit unterscheiden und psychologische Sicherheit sowie unbewusste Vorurteile und deren Einfluss auf organisationale Leistung und Zusammenarbeit verstehen.
- Fähigkeiten: Teamdynamiken analysieren, Barrieren für Inklusion erkennen, den Grad der Inklusion einschätzen und konkrete Maßnahmen entwickeln, um Chancengerechtigkeit und Inklusion am Arbeitsplatz zu verbessern.
- Haltung: Unterschiedliche Perspektiven wertschätzen, sich zu Inklusion bekennen und Verantwortung dafür übernehmen, inklusive Umgebungen und Arbeitsweisen zu fördern.
Voraussichtliche Dauer
2 Stunden
Schlüsselbegriffe
Diversität – Chancengerechtigkeit – Inklusion – Psychologische Sicherheit – Unbewusste Vorurteile
Aktivität 1: Eisbrecher – Zentrum vs. Peripherie
Eine körperliche Gruppenerfahrung, bei der die Teilnehmenden abwechselnd zentrale und periphere Positionen einnehmen. So erleben sie unmittelbar, wie Raum, Sichtbarkeit und Zugang die Beteiligung und das Engagement in Gruppendynamiken beeinflussen.
⏱️ Dauer: 10 minuten.
👥 Format: Plenum.
🖥️ Materialien: Freie Bodenfläche, Klebeband oder Bodenmarkierungen (optional), Flipchart oder Whiteboard, Marker.
↔️ Raum: Ein großer, frei zugänglicher Raum, in dem sich die Teilnehmenden bewegen und Kreise oder andere räumliche Anordnungen bilden können.
Aktivität 2: Reflexion & Austausch – Diversität in meinem Team
In einer strukturierten Reflexion mit anschließendem Austausch analysieren die Teilnehmenden reale Erfahrungen aus der Teamarbeit, identifizieren Herausforderungen im Bereich Inklusion und formulieren eine konkrete Führungsmaßnahme, die die Zusammenarbeit verbessern kann.
⏱️ Dauer: 35 minuten.
👥 Format: Einzelreflexion, Diskussion in Kleingruppen und gemeinsame Auswertung im Plenum.
🖥️ Materialien: Reflexionsarbeitsblatt, Stifte, Flipchart oder Whiteboard, Haftnotizen (optional).
↔️ Raum: Ein flexibel nutzbarer Raum mit Tischen und Stühlen für Kleingruppen mit 4–6 Personen.
Aktivität 3: DEI – Von der Krise zur Lösung
In einer gemeinsamen Problemlösungsaktivität analysieren die Teilnehmenden reale DEI-Krisensituationen in Organisationen und entwickeln umsetzbare Lösungen. Individuelle Beiträge werden auf einer gemeinsamen Fläche gesammelt, strukturiert und zu Lösungsansätzen weiterentwickelt.
⏱️ Dauer: 35 minuten.
👥 Format: Fallstudienanalyse, kollaborative Problemlösung und Gruppenpräsentation.
🖥️ Materialien: Ausgedruckte Fallstudien, Haftnotizen, Marker, Flipchart oder Whiteboard (alternativ ein digitales Kollaborationstool wie Miro oder Mural), Stifte.
↔️ Raum: Ein flexibel nutzbarer Raum mit Tischen für Kleingruppenarbeit und einer gemeinsamen Wand oder Tafel für Mapping und Diskussion.
Aktivität 4: Organisationale Selbsteinschätzung
In einer strukturierten Reflexionsübung bewerten die Teilnehmenden die DEI-Praxis ihrer Organisation und entwickeln konkrete Verbesserungsmaßnahmen mithilfe von Feedback aus der Kleingruppe weiter.
⏱️ Dauer: 30 minuten.
👥 Format: Individuelle Selbsteinschätzung, Peer-Feedback und Kleingruppendiskussion.
🖥️ Materialien: DEI-Selbsteinschätzungsbogen, Vorlage für die Maßnahmenplanung, Stifte, Flipchart oder Whiteboard.
↔️ Raum: Ein Raum mit Tischen und Stühlen für Gruppen mit 3–5 Personen, der Austausch und Peer-Feedback ermöglicht.
Aktivität 5: Abschlussreflexion
In einer individuellen Reflexion bündeln die Teilnehmenden die wichtigsten Erkenntnisse des Moduls und formulieren persönliche Commitments sowie konkrete Schritte, mit denen sie inklusive Praktiken in ihrem eigenen Kontext stärken möchten.
⏱️ Dauer: 10 minuten.
👥 Format: Einzelarbeit.
🖥️ Materialien: Reflexionsblatt.
↔️ Raum: Ein Raum mit Tischen und Stühlen.