Modul 2. Systemdenken in Arbeits- und Lernökosystemen anwenden
Detaillierte Übersicht
Allgemeine Beschreibung der Einheit
Das Modul konzentriert sich auf den Übergang von linearem, auf einzelne Aufgaben ausgerichtetem Management hin zu einer systemischen Betrachtung von Arbeits- und Lernumgebungen. Durch die Visualisierung von Beziehungen und Informationsflüssen lernen die Teilnehmenden, „Hebelpunkte“ zu erkennen, an denen kleine Veränderungen weitreichende positive Entwicklungen im gesamten System anstoßen können.
Zielgruppe
Das Programm richtet sich an Manager*innen, Führungskräfte, Trainer*innen und Lehrkräfte.
Zentrale Lernziele
Die Teilnehmenden erhalten analytische Werkzeuge, mit denen sie Organisationen als miteinander verbundene Ökosysteme wahrnehmen und regenerative Strategien einsetzen können, um deren Resilienz und langfristige Gesundheit zu stärken.
Konkrete Lernergebnisse
- Wissen: Grundprinzipien des Systemdenkens benennen, Merkmale lebendiger Systeme beschreiben und die Funktion von Rückkopplungsschleifen verstehen.
- Fähigkeiten: Interne Verbindungen sichtbar machen, systemische Mapping-Methoden zur Darstellung komplexer Beziehungen anwenden und strategische Interventionen an zentralen Hebelpunkten vorschlagen.
- Haltung: Eine ganzheitliche Denkweise entwickeln, die langfristige Systemgesundheit über isolierte kurzfristige Erfolge stellt, und bereichsübergreifende Zusammenarbeit wertschätzen.
Voraussichtliche Dauer
2 Stunden
Schlüsselbegriffe
Systemdenken – Arbeits- und Lernökosysteme – Vernetzung – Hebelpunkte – Rückkopplungsschleifen
Aktivität 1: Eisbrecher
Eine körperliche Gruppenübung, bei der die Teilnehmenden wechselseitige Abhängigkeiten unmittelbar erleben: Sie bewegen sich im Raum und beobachten, wie individuelle Mikroentscheidungen Veränderungen im gesamten System auslösen.
⏱️ Dauer: 15 minuten.
👥 Format: Plenum.
🖥️ Materialien: Canva-Präsentation.
↔️ Raum: Ein großer, offener Raum ohne Tische und Stühle.
Aktivität 2: Das Ökosystem der Lernumgebung abbilden
In einer gemeinsamen Mapping-Übung visualisieren die Teilnehmenden ihr berufliches Umfeld als lebendiges Netzwerk aus menschlichen Beziehungen und nicht-menschlichen Faktoren wie Technologie, Raum und Zeit. Ziel ist es, Engpässe und Spannungen zu erkennen.
⏱️ Dauer: 30 minuten.
👥 Format: Gruppenarbeit.
🖥️ Materialien: Große Flipchartbögen, verschiedenfarbige Marker, farbcodierte Haftnotizen und ein ausgedrucktes Kartenbeispiel für jeden Tisch.
↔️ Raum: Ein Raum mit Tischen und Stühlen.
Aktivität 3: Der Perspektivenspiegel
Eine Gruppenaktivität mit realistischen, spannungsgeladenen Szenarien. Die Teilnehmenden verlassen bewusst ihre gewohnte Rolle und setzen sich damit auseinander, wie andere Personen das System wahrnehmen und erleben.
⏱️ Dauer: 35 minuten.
👥 Format: Gruppenarbeit.
🖥️ Materialien: Kleine Zettel, Stifte.
↔️ Raum: Ein Raum mit Tischen und Stühlen.
Aktivität 4: Die Zukunft rückwärts planen
In einer Übung mit einer Zehnjahres-Zeitleiste beschreiben die Teilnehmenden zunächst eine erfolgreiche regenerative Zukunft und arbeiten anschließend rückwärts, um wichtige Meilensteine und die ersten notwendigen Schritte zu identifizieren, die bereits heute umgesetzt werden können.
⏱️ Dauer: 35 minuten.
👥 Format: Gruppenarbeit.
🖥️ Materialien: Papierbögen, verschiedenfarbige Marker, Vorlage für eine Zeitleiste (optional).
↔️ Raum: Ein großer Raum mit langen Tischen und jeweils zehn Stühlen, die eine Zehnjahres-Zeitleiste darstellen (ein Stuhl = ein Jahr). Wenn der Platz nicht ausreicht, können normale Tische verwendet und stattdessen die in den Materialien enthaltene Zeitleistenvorlage eingesetzt werden.
Aktivität 5: Abschlussreflexion
Eine abschließende Einzelreflexion, in der die Teilnehmenden ihre wichtigsten Erkenntnisse zusammenfassen und eine konkrete Veränderung festlegen: eine systemische Gewohnheit, mit der sie beginnen möchten, und eine lineare Denk- oder Handlungsweise, die sie beenden möchten.
⏱️ Dauer: 10 minuten.
👥 Format: Einzelarbeit.
🖥️ Materialien: Reflexionsblatt.
↔️ Raum: Ein Raum mit Tischen und Stühlen.